Der Steam Workshop ist ein Teil der offiziellen Steam-Seite, auf der von der Community erstellte Inhalte oder reales Merchandise für bestimmte Spiele der Plattform eingereicht und gesammelt werden, um dort weitervermarktet werden zu können.
Bei den von Valve entwickelten Spielen Team Fortress 2, Dota 2 und Counter-Strike: Global Offensive ist es für Nutzer des Workshops prinzipiell möglich, mit erstellten Inhalten Geld zu verdienen, da Valve in regelmäßigen Abständen gut bewertete Community-Kosmetika in diese implementiert und verkauft oder, im Falle realer Gegenstände, über Merchandise-Seiten vertreibt. Derzeit werden fünf Valve-Titel vom Steam Workshop untersützt.
Nutzung[]
Prinzipiell kann jeder Steam-Nutzer Inhalte beim Steam Workshop einreichen und diese dadurch veröffentlichen. Je nach Spiel müssen dabei jedoch verschiedene rechtliche Aspekte beachtet werden, die man im Workshop einsehen kann. Andere Nutzer können nach der Veröffentlichung eines Inhalts über diesen abstimmen, indem sie ihn mit bis zu fünf Sternen bewerten. Die Inhalte, zu denen spielabhängig Modifikationen, Kosmetika und Karten gehören, können prinzipiell von jedem Nutzer heruntergeladen werden.[1]
Über den Steam Workshop können Entwickler von Modifikationen zu manchen Spielen für diese auch einen eigens ausgewählten Betrag verlangen. Der Entwickler des modifizierten Spieles und Valve erhalten für jede Einnahme durch Verkauf einen Anteil. Valve appelliert dabei zwar auch an die Kunden, dass sie sich vor dem Kaufe entsprechend über den Inhalt der Modifikation informieren, räumt aber eine Frist von 24 Stunden nach dem Erwerbe ein, in denen Käufer ihr Geld erstattet bekommen können.[2] Das System wurde wenige Tage darauf jedoch verworfen und abgeschafft.
Bei den Valve-Titeln Team Fortress 2, Dota 2 und Counter-Strike: Global Offensive besitzt man als Ersteller von Inhalten sogar die Chance, mit diesen Geld zu verdienen. Hat ein Inhalt eine gute Bewertung erhalten, kann Valve diesen dem Spiel hinzufügen und verkaufen, wobei der Ersteller einen Anteil an dem Erlös erhält. Dafür muss der Ersteller des Gegenstands jedoch auch einen Vertrag mit Valve eingehen. Dieser Vertrag garantiert Nutzern jedoch nicht nur einen Anteil am Gewinn, den der von ihnen erstellte Gegenstand erwirtschaftet, sondern verpflichtet sie auch dazu, die Rechte Dritter nicht zu verletzen. Bis auf offensichtliche Urheberrechtsverletzungen, in einem Blog-Eintrag zu Team Fortress 2 wurde beispielsweise scherzhaft von einem "Darth Vader-Helm" gesprochen, überprüft Valve diese nicht und verlässt sich auf das Wort der Beitragsleistenden. Im Frühling 2014 kam es dadurch im Falle zweier Kosmetika für das Spiel Counter-Strike: Global Offensive zum Skandal. Die Steam-Nutzer Auzzii und sic hatten einen Waffenskin und einen Aufkleber für das Spiel in den Workshop eingereicht, die während der Operation Phoenix veröffentlicht worden waren und einen Wolf zeigten. Die deviantART-Nutzerin CanisAlbus veröffentlichte darauf einen Beitrag auf deviantART, in welchem sie nachwies, dass der genutzte Wolf unerlaubt ihrem Werk 'Aggression' entnommen worden war. Valve reagierte mit harten Maßnahmen gegen die beiden Ersteller und nahm sämtliche Werke der beiden aus der kurz zuvor veröffentlichten Huntsman-Kollektion, die durch andere Beiträge aus dem Workshop ersetzt wurden. Die beiden Gegenstände, die den Wolf von CanisAlbus zeigten, wurden von Valve überarbeitet und mit einer anderen Darstellung neuveröffentlicht. Zudem kündigte Valve jede zukünftige Arbeit mit den beiden Nutzern und verbannte ihre Konten aus der Steam-Community. In einer Stellungnahme wandte sich Valve an die Community und appellierte an diese, ein Auge auf mögliche Urheberrechtsverletzungen zu haben und diese zu melden.[3]
Entwicklung[]
Die Anfänge des Steam Workshops liegen in der ehemaligen Kontributionsseite von Team Fortress 2, die am 13. Januar 2010 vorgestellt wurde. Durch sie wurde es für Spieler da erste Mal möglich, eigens erstellte Kosmetika für das Spiel mit größerer Reichweite zu veröffentlichen.[4] Mit dem Manniversary-Update für Team Fortress 2 wurde letztlich der Steam Workshop als Nachfolger der Kontributionsseite eingeführt und im weiteren Verlauf für andere Spiele auf Steam bereitgestellt.
Ab April 2015 war es für Content-Entwickler möglich, auch Geld für die Modifikationen von Spielen zu erhalten, die nicht von Valve entwickelt wurden. Bereits zuvor konnten Modder als Entwickler von Spielen wie Garry's Mod oder Aperture Tag diese kostenpflichtig veröffentlichen, solange Valve eine Beteiligung am Gewinne erhielt. Das erste größere Spiel, für das kostenpflichtige Modifikationen erstellt werden konnten, war The Elder Scrolls V: Skyrim. Das Konzept wurde von Valve nur über wenige Tage verfolgt, da es heftige Kritik von der Fachpresse und Nutzern der Plattform gab. So luden viele Nutzer beispielsweise absurde Modifikationen hoch, um das System ins Lächerliche zu ziehen.[5]
Titel[]
Derzeit werden vier Valve-Titel vom Steam Workshop untersützt. Unter den anderen Spielen befinden sich auch bekannte Titel wie The Elder Scrolls V: Skyrim, Sid Meier's Civilization V oder Total War: ROME II. Neben Spielen funktionieren allerdings auch Steam Greenlight und die jährlichen Saxxy Awards über den Workshop, da sie dessen Abstimmungsfunktion nutzen.
Einzelnachweise[]
- ↑ Martin Maciej (21.März 2013): Mods für Spiele über den Steam Workshop installieren. Abgerufen am 30. März 2015.
- ↑ Alden Kroll (23. April 2015): Introducing New Ways to Support Workshop Creators. Abgerufen am 24. April 2015.
- ↑ CS:GO Official (12. Juni 2014): Respecting Intellectual Property. Abgerufen am 12. Juni 2014.
- ↑ TF2-Team (13. Januar 2010): Yo, a little help here? Abgerufen am 30. März 2014.
- ↑ Andy Chalk (24. April 2015): Fake "protest mods" hit the Steam Workshop. Abgerufen am 15. Juli 2015.