Haupquartier von Mann Co.

„We sell Products and get in Fights“
-- Firmenslogan


Mann Co. ist der Name einer fiktiven Firma aus dem Team Fortress 2-Universum. Sie ist eine Abteilung der Firma TF Industries und wird von dem Geschäftsführer Saxton Hale geleitet. Hauptsächlich verkauft die Firma (leichtbrennbare) Waffen, Gegenstände und insbesondere Kopfbedeckungen. Nicht nur die mangelhafte Qualität der verkauften Produkte von Mann Co. führte zu Kontroversen. Auch die Verbindung zu TF Industries, der Poopy Joe-Vorfall und das Verhalten des Geschäftsführers Hale führten in der Öffentlichkeit der Vereinigten Staaten zu Skandalen.

Sowohl Mann Co. als auch Saxton Hale wurden das erste Mal am vierten Tag des Sniper vs. Spy-Updates präsentiert. Beide entwickelten eine gewisse Popularität, weshalb Valve ihr Potential immer stärker nutzte. So ist Mann Co. inzwischen ein fester Bestandteil des Spiels und vielerlei Hinsicht präsent. In der Beziehung sollte gerade der Mann Co. Store hervorgehoben werden, der über das Hauptmenü des Spiels erreicht werden kann. In diesem können Spieler TF2-Gegenstände gegen reales Geld erwerben.

Geschichte von Mann Co.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ära Barnabas Hale (1850 bis ca.1900)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barnabas Hale

Ursprünglich gegründet wurde Mann Co. von dem wohlhabenden Engländer Zepheniah Mann, der nach 1822 in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderte. Der Name seiner Firma lautete zu diesem Zeitpunkt noch Mann & Sons Munitions Concern, da er zwei seiner drei Söhne an dem Unternehmen beteiligte, das zunächst nur Munition herstellte. Als Mann 1850 starb, vermachte er die Firma jedoch nicht seinen beiden Söhnen Redmond und Blutarch, da er diese für unfähig hielt. Die Leitung seines Unternehmens ging in die Hände seines engsten Vertrauten, des Australiers Barnabas Hale, über und der Name Mann Co. entstand. Zepheniah Manns Söhne gründeten darauf die Unternehmen Reliable Excavation Demolition, eine angebliche Abrissfirma, und Builders League United, eine vermeintliches Bauunternehmen, die zwar ebenfalls beide Abteilungen von TF Industries waren, aber nur der gegenseitigen Bekriegung der Gebrüder Mann dienten.

Im August 1861 erwarb Barnabas Hale von den Gebrüdern Mann die Kohlemine Coal Town für fünf Cent. Ein Kauf, der den künftigen Kurs der Firma stark beeinflussen sollte: Produkte sollten zunehmend durch Kohle betrieben werden. Zu dieser Zeit wurde Mann Co. zu einem der Pioniere in Sachen Minensicherheit. Bei dem Erwerb des ersten Stücks Kohle kamen nur 67 Arbeiter ums Leben - für damalige US-Verhältnisse ein gewaltiger Schritt im Bergbauwesen.

Die Ära Bilious Hale (ca. 1900 bis ca. 1958)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahm Barnabas' Sohn Bilious Hale die

Bilious Hale

Führung von Mann Co. Er führte den Kurs seines Vaters fort und distanzierte sich von den Aktivitäten von RED und BLU, allerdings ohne die Geschäfte mit ihnen einzustellen. So wurde Mann Co. 1907 zum sichersten Arbeitsplatz der Badlands gewählt, da Bilious Hale den Söldnern den Zutritt zu seinen Minen verbot. Aber bereits 1910 war Mann Co. der einzige Lieferer von Munition und Waffen für RED und BLU. 1915 kam es zur ersten größeren Katastrophe des Unternehmens: Ein Stollen in Coal Town stürzte ein und begrub Bilious Hale und einige seiner Angestellten. Obwohl Bilious es schaffte, sich aus dem eingestürzten Stollen zu befreien und dadurch einigen Minenarbeitern das Leben rettete, kamen bei dem Einsturz dennoch vierzehn Menschen ums Leben. Bilious Hale konzentrierte sich auch zunehmend auf die Entwicklung von dampfbetriebenen Kopfbedeckungen und konnte bereits auf der Pariser Weltmode-Ausstellung von 1921 den Volldampfer, als Prototyp eines dampfbetriebenen Hutes, vorstellen. Im Jahr darauf, nämlich 1922, schloss Bilious Hale Coal Town und wandelte die ehemalige Minenstadt in ein Freilichtmuseum um. Mann Co. verabschiedete sich daraufhin von kohlebetriebenen Waffen und suchte andere Energiequellen. Die Ära von Bilious Hale war von zahlreichen Innovationen geprägt. Neben großen technischen Schritten in der modernen Tötung gehörte Bilious Hale auch zu den ersten Menschen in den USA, die ein Telefon besaßen. Er gab die Geschicke des Unternehmens an seinen Sohn Saxton Hale weiter.

Die Ära Saxton Hale (ca. 1957 bis 1972)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saxton Hale

Die Ära von Saxton Hale war von Problemen geprägt, mit denen sich sein Vater und Großvater nicht auseinandersetzen mussten. Besonders in den 1960er Jahren stellte die Hippie-Bewegung den höheren Nutzen der Aktivitäten der Söldner von RED und BLU in Frage und zweifelte desweiteren an, dass Innovationen auf dem Gebiet der Tötung sinnvoll seien und sich der Geschäftsführer einer Firma wie Mann Co. nicht in Shorts präsentieren sollte. Es kam häufiger zu Hippie-Massakern, die Hale jedoch nicht nachgewiesen werden konnten. Für jedes dieser Ereignisse besaß er Alibis, die seine Mitarbeiter Mr. Bidwell und Mr. Redy beschworen.

In dieser Zeit machte Mann Co. jedoch immer größere Schritte. Auch Saxton Hale befasste sich dabei mit verschiedenen Selbstverteidigungsarten bzw. Tötungsweisen und entwickelte die hohe Kampfkunst der Jarate sowie die Technik des High Five, welche er auch unterrichtete.

Ebenfalls in den 1960ern musste sich Saxton Hale vor einem Senatsausschuss im Bezug auf das Verschwinden und den Tod des Monkeynauten Poopy Joe verteidigen. Mann Co. wurde die Schuld am Unfalltod des US-Helden vorgeworfen, der durch fahrlässigen Umgang mit dem Australiumtreibstoff und das Ignorieren von minimalen Sicherheitsstandards verursacht worden sein soll. Während der Anhörung stellte sich heraus, dass Saxton Hale weder wusste wohin er Poopy Joe schicken wollte, noch mit was er ausgestattet war. Es war offensichtlich, dass er im Auftrag von TF Industries gehandelt hatte, ohne größere Informationen zu besitzen. Als der Ausschuss den tatsächlichen Vorgang aufdeckte, griff Saxton Hale mehrere Senatoren an. Der Poopy Joe-Vorfall wurde jedoch ohne größere Konsequenzen vertuscht und alle betreffenden Schriftstücke vernichtet, da er für die US-Regierung eine zu große Blamage gegenüber der Sowjetunion gewesen wäre.

Im Sommer 1968 fand der Höhepunkt im Krieg zwischen BLU und RED statt, der sogenannte Gravel-Krieg, zu dem die Haupthandlung von Team Fortress 2 spielt. Saxton Hale und Mann Co. belieferten nach wie vor beide Parteien mit Waffen, um die ewige Fehde zwischen Redmond und Blutarch Mann zu erhalten.

1969 kam es erneut zu einem Vorfall zwischen Hale und der Hippie-Bewegung: Im August 1969 bombardierte Saxton Hale das Woodstock-Festival von einem Helikopter aus mit Feuerbomben. Sein Verhalten wurde zwar stark kritisiert, blieb jedoch ohne weitere Konsequenzen für seine Firma. Neben seinem Umgang mit Kritikern bemängelten Tierschützer auch den Umgang Saxton Hales mit gefährdeten Tierarten. So griff er 1972 beispielsweise den letzten lebenden Yeti an und machte damit seine zeitintensive Sensibilisierungtherapie zunichte. Darüberhinaus tötete er ihn auch noch und stopfte ihn aus.

Im selben Jahr endete die Fehde der Gebrüder Mann durch ihre plötzliche Ermordung im Fort Alamo, die von ihrem Drillingsbruder Gray Mann begangen wurde. Nun musste Saxton Hale die verfeindeten Söldner von RED und BLU vereinen, da Gray Mann sämtliche Anlagen von Mann Co. mit seiner Roboter-Armee vernichten wollte. Er engagierte sie (unbezahlt) zur Verteidigung von Mann Co. und seinen Außenstellen. Zu dieser Zeit ist der Koop-Modus des Spiels angelegt.

Die Ära Olivia Mann (ab 1972)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem etwa einjährigen Krieg gegen Mann Co. kapitulierte Gray Mann überraschend, benutzte jedoch eine von Saxton Hale persönlich aufgestellte Regel, um Mann Co. dennoch unter seine Kontrolle zu bringen. Hale hatte einst die Regel aufgestellt, dass der Geschäftsführer jeder beliebigen Firma ihn zum Zweikampf herausfordern dürfe, um um die Leitung von Mann Co. zu kämpfen. Da Gray seine minderjährige Tochter Olivia zur Geschäftsführerin der von ihm gegründeten Firma Gray Gravel Co. gemacht hatte, weigerte sich Hale, gegen sie zu kämpfen und verlor die Firma dadurch an sie.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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