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Bezahl-Workshop


Erneut spaltet eine kürzlich getroffene Entscheidung von Valve die Community von Steam: Konnte man als Content-Ersteller bislang Geld verdienen, indem man Hüte und andere Kosmetika für Valve-Titel erstellt oder erfolgreiche Modifikationen wie Garry's Mod schreibt, können Content-Entwickler nun theoretisch jede Form von Modifikation im Steam Workshop zu Geld machen und dabei eigene Preise für ihre erstellten Inhalte verlangen, von denen jedoch ganze 75% des Gewinnes an Valve und den Entwickler des genutzten Spieles gehen. Denoch heißt es von Seiten Valves, man wolle damit primär Content-Erstellern aus der Community unterstützen. Seit gestern gilt diese Möglichkeit mit The Elder Scrolls V: Skyrim erstmals für einen der größeren Titel der Spieleplattform Steam und bereits jetzt gibt es einige Bezahl-Modifikationen für den Titel. Zusätzlich kann man das populäre Rollenspiel kostenlos über das gesamte Wochenende spielen.

Während manche Community-Mitglieder durchaus Verständnis für das Vorgehen von Valve haben und die Bezahl-Mods als gerechtfertigt ansehen, regt sich auch ein starker Widerstand gegen diese Entwicklung. Im Steam Workshop existiert derzeit beispielsweise eine Modifikation, die "Kill Lord Gaben" heißt, in der man "Herrn Gaben den Schrecklichen" töten muss. Die Beschreibung der Modifikation besitzt diverse Links für Steam-Gruppen, die sich gegen die Bezahl-Mods aussprechen. Kritiker werfen Valve u.a. vor, dass sie die Qualität der angebotenen Modifikationen nicht kontrollieren, dennoch einen Löwenanteil des Geldes einbehalten und kostenlose Modifikationen mit höherer Qualität dadurch abtöten. Es existiert lediglich eine 24-stündige First, in der man von dem Kaufvertrage zurücktreten und sein Geld erstattet bekommen kann, wenn man mit dem Inhalte der Modifikation nicht zufrieden ist.

NACHTRÄGLICHE ANMERKUNG: Inzwischen hat Valve, nach heftiger Kritik, das genutzte Konzept wieder verworfen und alle Bezahl-Modifikationen aus dem Workshop genommen. Valve wird sich in Zukunft zwar dennoch einem vergleichbaren Konzepte annähern, sieht diesen Versuch jedoch als unausgereift und gescheitert an.

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